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Kirchen in Dahlenburg |
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Die heutige St. Johanniskirche wurde 1905 eingeweiht. Sie ersetzte die bisherige alte St. Johanniskirche, über deren Entstehung nur wenig bekannt ist. In verschiedenen Quellen wird der Bau zwischen dem 10. und dem 15. Jahrhundert datiert. Anzunehmen ist jedoch, daß sie bereits bei Vergabe der Stadtrechte an Dahlenburg im 13. Jahrhundert schon vorhanden war ([2]). Nachdem die St. Johanniskirche im 14. oder 15. Jahrhundert baufällig geworden war, wich sie einer starken Restaurierung. Bereits 1352 erlaubte der Bischof Daniel von Verden den Abriß des alten Kirchturms.
Aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts stammt der schöne Altar, der auch heute noch zu bewundern ist. Die ebenfalls noch vorhandene Kanzel wurde im 16. Jahrhundert erstellt. Von dieser Zeit an wird immer wieder von Ausbesserungsarbeiten an der Kirche berichtet. Der 30jährige Krieg (1618-48) verschonte auch die Kirche des Ortes nicht. Zahlreiche Plündereien, verbunden mit dem Diebstahl von Kirchenornaten, Kelchen, Kirchenbüchern und sogar Orgelpfeifen, setzten der St. Johanniskirche sehr zu.
Im Jahr 1663 wird die Norseite des Turmes neu erstellt, die Westseite neu gestrichen und das Sparrwerk der Kirche ausgebessert. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts erst wird das im 30jährigen Krieg zerstörte Gestühl ersetzt, eine neue Orgel und eine Kirchturmuhr eingebaut. Die eigentlich für die St. Laurentiuskapelle vorgesehene Glocke wird 1820 im Turm der St. Johanniskirche installiert.
Ehemals wurden die Toten Dahlenburgs und des benachbarten Dorfes Buendorf neben der St. Johanniskirche bestattet. Ab 1842 dann erfolgten die Beerdigungen wie schon bei der Landgemeinde nur noch neben der St. Laurentiuskapelle.
Im Jahr 1903 schließlich hatten die ewigen Ausbesserungsarbeiten an der baufälligen Kirche ein Ende. Man entschloß sich, einen Kirchenneubau zu wagen. In nur zwei Jahren wurde die neue Kirche erbaut, wie sie uns heute bekannt ist. Am 27. August 1905 - genau zwei Jahre nach dem letzten Gottesdienst in der alten Kirche - wurde die neue Kirche eingeweiht.
Quelle: [2].
Weitere Bilder der St. Johanniskirche zu Dahlenburg:
Die Orgel
Ein farbenprächtiges Kirchenfenster
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Die St. Laurentiuskapelle zu Dahlenburg
Die St. Laurentiuskapelle wurde 1248 als romanischer Saalbau mit gotischen Fenstern erbaut. Mit einer Länge von 11 Metern und einer Breite von 7 Metern diente sie in den ersten 120 Jahren als Schloßkapelle für die in Dahlenburg zeitweise residierenden Herzöge. Nachdem die Dahlenburger Burg um 1350 zerstört worden war, ging die Kirche in den Besitz der kirchlichen Landgemeinde über, bot aber für diese neue Aufgabe zuwenig Platz. So wurde sie dann in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts in der Länge um 5 Meter erweitert.
Es gab somit nun zwei Kirchen in Dahlenburg: Die St. Johanniskirche für die Stadtgemeinde und die St. Laurentiuskirche für die Landgemeinde Dahlenburg.
Nach der Reformation 1540 wurden beide Gemeinden zu einer Predigtgemeinde zusammengefaßt und Gottesdienste fortan nur noch in der St. Johanniskirche durchgeführt. Seit dieser Zeit wurden in der St. Laurentiuskirche - der "Alten Kirche" - nur noch Leichenpredigten für Verstorbene der Landgemeinde durchgeführt. In der Franzosenzeit ab 1803 diente die Kapelle als Wachlokal und Pferdestall. Dafür wurde die Inneneinrichtung und die Bodendecke herausgerissen und zu Heizzwecken verwandt. Nach dieser Zeit diente die Kapelle nur noch zur Aufbewahrung von Gerätschaften für den Betrieb des umliegenden Friedhofes.
Die St. Laurentiuskapelle, wie sie sich uns heute darstellt, lag bis zum Ende des 19. Jahrhunderts noch vor
dem Orte Dahlenburg. Sie hatte außerdem einen freistehenden Turm an der Südwestecke der Kapelle. Ab Beginn des 17. Jahrhunderts verfiel er jedoch nach und nach. Man baute schließlich
seinen Glockenstuhl in das Gebälk der Kapelle ein und installierte dort im Jahr 1625 die alte Glocke.
In [1] berichtete Manecke 1858, daß man die "Überreste [des Turmes] seit einigen Jahren, so wie man Steine und Kalk behuf geistlicher Gebäude benöthiget, abbrechen läßt".
Im Jahre 1762 besuchte der Reisende Gebhardi den Ort Dahlenburg und zeichnete die St. Laurentiuskapelle.
Zu dieser Zeit fand er noch eine Ruine an der südwestlichen Seite der Kapelle vor, die er als
"Ruine des ehemaligen herzoglichen Residenzschlosses" bezeichnete [5]. Die Kapelle selber zeigt noch den im Jahre 1625 von dem Kirchturm in die Kapelle gebrachten Glockenstuhl, der auch heute noch vorhanden, aber nicht mehr von außen sichtbar ist. Doch handelt es sich bei dieser Ruine wirklich um die Überreste des Dahlenburger Schlosses, wie Gebhardi schrieb ? Hatte doch Manecke 1858 noch berichtet, daß die Überreste des Turmes zur Zeit abgebrochen werden,
so müßten diese doch 100 Jahre vorher noch zu sehen gewesen sein. Ist es nicht
vielmehr der Turm der Kapelle gewesen, den Gebhardi gesehen hat? Schaut man sich die Toröffnung des Turmes genauer an, so erkennt man eine gotische Form, die erst Mitte des 13. Jahrhunderts aufkam und sich auch in der 1248 erbauten Kapelle zeigt. Das Dahlenburger Schloß soll aber bereits im 9. Jahrhundert erbaut worden sein, also deutlich vor der Zeit der Gotik. Eine Antwort auf diese Frage läßt sich bis heute nicht eindeutig geben. Besucher Dahlenburgs haben heutzutage die Möglichkeit, sich von der Geschichte der 'Alten Kirche' und ihren Geheimnissen begeistern zu lassen, denn bereits seit 1928 beherbergt die nunmehr 750 Jahre alte Kapelle das Dahlenburger Heimatmuseum.